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Das Maxim Gorki Theater veranstaltet ein Kleist-Festival

heinrich_von_kleist… bevor er am 21. November 1811 erst seiner Braut Henriette Vogel und dann sich selbst am Kleinen Wannsee eine Kugel durch den Kopf jagte. Pünktlich zum 200. Todestag ehrt das Maxim Gorki Theater den berühmtesten Selbstmörder und radikalsten Dramatiker der deutschen Literatur mit einem hochkarätigen Festival: Goethes Antipode, Kleist, der Anti-Humanist, Extrem-Schwärmer und Splatter-Dichter, der Dramatiker, auf den Heiner Müller neidisch war, der Finsterling, den die Expressionisten für sich entdeckten, den die Nazis zum völkischen Staatsdichter machen wollten und dessen Texte noch heute moderner und abgründiger sind als alle gängigen Produkte zeitgenössischer Well-made-Play-Gebrauchsschreiber. Jan Bosse inszeniert, prominent besetzt, „Das Käthchen von Heilbronn“, „Der Zerbrochne Krug“ und „Amphitryon“. Der Regie-Serientäter Armin Petras widmet sich „Prinz Friedrich von Homburg“, der „Hermannsschlacht“ und montiert Dramentexte von Goldoni und Kleist zu einem Abend über den Krieg. Dazu gibt es jede Menge Podiumsdiskussionen, als akustisches Kleistdenkmal einen „Hörspiel-Parcours“ von Paul Plamper am Kleinen Wannsee, einen Audiotalk durch Potsdam, eine Videoinstallation des großen Harun Farocki („Tropen des Krieges“) und ein Festkonzert der Sing-Akademie („Die Gewalt der Musik“). Kleist lebt.

Maxim Gorki Theater Am Festungsgraben 2, Mitte,
Tel. 202 21-115

„Das Käthchen von Heilbronn oder die Feuerprobe“, Premiere am 4.11.; „Das Erdbeben in Chili“, Premiere am 6.11.; „Die Familie Schroffenstein“, Premiere am 19.11.

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