Theater

„Der Urknall “ im HAU 3

Auf einer Party entsteht das Gerücht, ein Popstar durchquere den Raum. Sofort wandern Fan-Cluster zum vermeintlichen Aufenthaltsort, scharen sich um den Star und verlangsamen seinen Gang.

Dieser Mechanismus erklärt seit 40 Jahren die Entstehung der Welt. Zumindest, wenn man sich die Party als Urknall vorstellt, die Gäste als Higgs-Feld und das Gerücht als Higgs-Teilchen.Die Schweizer Performancegruppe CapriConnection hat sich dem Higgs-Teilchen als  letztem experimentell unbewiesenen Baustein im physikalischen Weltbild dokumentarisch angenähert. Im Bühnenbild, das auf das Europäische Kernforschungsinstitut CERN anspielt, treffen die Gedankenwelten der Physiker auf ihren schärfsten Kritiker.

Für den Chaosforscher Otto E. Rössler ist der 27 unterirdische Kilometer lange Teilchenbeschleuniger des Instituts, der die Fragen der Menschheit beantworten soll, ihre apokalyptische Bedrohung. „Man sollte alles, was man nicht weiß, auf einen Haufen schmeißen und diesen Haufen Gott nennen“, schlägt der Antimaterie-Forscher Michael Doser vor.    

Text: Anja Quickert
Foto: Donata Ettlin


Termine: Der Urknall

HAU 3, 13.–15.4., 20 Uhr,
Tickets: 25 90 04 27

Mehr über Cookies erfahren