Theater

Die Berliner Philharmoniker gehen ins Internet

Philharmoniker go InternetAuf dem einen Tisch stehen ein paar Mischpulte, auf dem anderen ein paar Monitore und halb um die Ecke noch zwei mannshohe Rechnertürme: Auf den ersten Blick sieht die neue Kommandozentrale der Philharmonie nicht viel anders aus als der Überwachungsraum eines Kraftwerks oder einer Fabrikanlage. Der kleine Raum direkt hinter der Orgel­empore könnte ein neues Kapitel Mediengeschichte eröffnen: Wenn alles gut geht, werden  von dieser Schaltstelle aus ab 6. Januar die Konzerte der Berliner Philharmoniker live in die ganze Welt übertragen – und zwar als Datenpa­kete, die von jedem DSL-fähigen Computer empfangen werden können. Ein bisschen feierlich ist Olaf Maninger, dem ersten Solocellisten des Orchesters und Geschäftsführer der eigens gegründeten Berlin Phil Media, schon jetzt zumute, wenn er das Projekt erklärt, mit dem die Philharmoniker als erstes Orchester der Welt den Schritt ins 21. Jahrhundert wagen wollen. Denn schließlich ist die ganze Sache vor allem seiner unermüdlichen Überzeu­gungs­arbeit zu verdanken.
Vor dreieinhalb Jahren begann Maninger die Möglichkeiten auszuloten, die Philharmoniker-Konzerte live per Internet dem Publikum in der ganzen Welt zugänglich zu machen. Er habe angesichts der einschneidenden Veränderungen im Klassikmarkt ein „Safety Net“ schaffen wollen, das den Philharmonikern auch künftig weltweite Präsenz sichern sollte, erklärt er.

Text: Jörg Königsdorf

Lesen Sie den vollständigen Artikel in tip 01/09.

Digital Concert Hall unter www.berliner-philharmoniker.de 

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