Theater

Die Hure in der Volksbühne Berlin

Inszenierung Hure in der Volksbühne„Nein, ein Roman ist das nicht. Es ist etwas viel Fesselnderes“, schwärmt Arno Widmann in der „Frankfurter Rundschau“ von Nelly Arcans Skandalroman „Hure„. Widmann: „Es ist eine Suada. Es gibt keine Story, keine Personen, die sich kennenlernen, verlieben, trennen, die streiten oder sich Geschichten erzählen. Es gibt nur eine einzige Stimme: die der ,Hure‘. Die ist Literaturstudentin, und sie muss alles, was sie tut, alles, was mit ihr geschieht, was sie mit sich geschehen lässt, in Literatur verwandeln. Sonst versteht sie es nicht. Sonst bleibt es ihr fremd. Gerade so, als wäre es ihr nicht passiert. Sie benutzt Sprache wie andere ihren Verdauungsapparat und sie ihr Genital.“ Rumms. Jetzt kommt diese Suada des Ekels und des Begehrens als Zweipersonenstück in den 3. Stock der Volksbühne, inszeniert von Athanasios Karanikolas, der zuletzt mit seinem Film „Elli Makra – 42277 Wuppertal“ für Aufsehen sorgte.

Text: Peter Laudenbach

Foto: Thomas Aurin

Hure
Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz, Mitte,
So 7., Do 11., Fr 12., Mi 17.12., 20 Uhr
Tickets unter www.tip-berlin.de/tickets

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