Theater

„Die Liebe der Danae“ in der Deutschen Oper

Die_Liebe_Der_Danae„Die Liebe der Danae“ ist Richard Strauss‘ vorletzte Oper, sie hat einen humorigen Abschiedsgestus und besteht zu großen Teilen aus Selbstzitaten und Wagner-Reminiszenzen. Kirsten Harms wählte sie nun für ihre letzte eigene Ins­zenierung als Intendantin der Deutschen Oper.

Es geht um finanziellen und erotischen Bankrott, ums Aufhören, Abdanken, um heitere Resignation und die auch nicht mehr so sehr originelle Einsicht, dass die wahre Liebe wertvoller ist als das kalte Gold. Dafür müssen der Danae- und der König-Mythos herhalten.

Am gelungensten sind in Harms Inszenierung die komödiantischen Szenen. Die Bühne ist bis auf ein paar schwer symbolische Gegenstände leer geräumt. Von der Decke hängt verkehrt herum ein Flügel, im dritten Akt füllen Trümmerplanken die Bühne. Das Orchester unter der Leitung von Andrew Litton schwelgt, während Manuela Uhl die Titelrolle mit einem eher spröde metallischen Ton singt. Am Ende blickt sie sehr sehnsüchtig auf den Flügel an der Decke. Die Inszenierung hat einen sperrigen Humor, der Spaß macht.

Text: Andreas Hahn

tip-Bewertung: Annehmbar

Die Liebe der Danae Deutsche Oper, Samstag 5. Februar, 19.30 Uhr; Sonntag, 13. Februar, 18 Uhr

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