Theater

Durs Grünbein über Heiner Müllers späte Lyrik

Heiner_Mueller_c_DavidBaltzerIn dieser Zeit könne er kein Drama mehr schreiben, konstatierte Heiner Müller nach 1989 und dem Ende der DDR. Er führte vermehrt Regie in Berlin und Bayreuth, er leitete für einige Jahre das Berliner Ensemble. Und er schrieb weiter, vor allem Gedichte: „Einsame Texte, die auf Geschichte warten“. Die Gedichen dienten auch der Selbstveständigung auf der Suche nach einer neuen Position als Autor in veränderter Umgebung. „War Heiner ­Müllers späte Lyrik ein Ausweg aus seiner Theaterkrise? Oder waren die Gedichte nicht Teil seiner Arbeitsweise, neue Themen zunächst lyrisch auszuloten?“, fragt jetzt eine Veranstaltung der Heiner Müller Gesellschaft in der Akademie der Künste. Der Lyriker Durs Grünbein hat sich in Heiner Müllers Nachlass vertieft und wird über die späten dichterischen Arbeiten des Dramatikers sprechen.     

Foto: David Baltzer

Durs Grünbein über Heiner Müllers späte Lyrik
18.9., 20 Uhr,
in der Akademie der Künste am Pariser Platz
Karten-Tel.: 20 05 710 00

 

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