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Existenz Palast in der Volksbühne

Existenz Palast in der Volksbühne

Blut strömte über die Atelierböden, aus Tierkadavern und Exkrementen krochen Nackte, die sich selbst verstümmelten. Auch so kann eine neue Ästhetik aussehen. Es begann im Wien der frühen 1960er-Jahre. Günter Brus, Otto Muehl und Hermann Nitsch hießen die zentralen Figuren, des längst im Kunstkanon angekommenen Wiener Aktionismus. Ein halbes Jahrhundert später setzt das die Volksbühne mit dem Programm Existenz Palast fort.
Das Motiv der Grenzüberschreitung verbindet Krautrock-Veteranen wie Jaki Liebezeit mit dem amerikanischen Performancekünstler Paul McCarthy (Foto: „RebelDabbleBabble“, 2012) und dem deutschen Undergroundfilmer Wilhelm Hein. Paul McCarthy wird in einer Malaktion Bilder des verrufenen Sektengurus Otto Muehl neu interpretieren und  über die US-West Coast Szene sprechen. Der Existenz Palast ist die Verbeugung vor einer Generation, die Ekel, Schmerz, Schmutz und Hässlichkeit in der Kunst zu würdigen wusste.

Text:
Jacek Slaski

Foto: Joshua White, Paul MaCarthy

Volksbühne Jaki Liebezeit, H.J. Irmler, Wilhelm Hein, Günter Brus, Paul McCarthy, Harald Falckenberg u.a., Do 3.9. – So 6.9., Karten Tel.: 240 65 777

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