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„Freedom And Democracy I hate you“ am Berliner Ensemble

Freedom and Democracy I hate you

Heute schaut man eher fassungslos zu, wie sich ein einst ja nicht ganz unbedeutender Regisseur mit jeder neuen Arbeit weiter blamiert: Tiefpunkte auf der nach unten offenen Peymann-Skala. Diesmal arrangiert der BE-Chef elf Szenen von Mark Ravenhill unter der wuchtigen Überschrift „Freedom and Democracy I hate you“ zu einem zähen Dreieinhalb-Stunden-Abend. Klischeesatt werden die beliebten Aufreger-Themen des Gutmenschen-Theaters abgehakt: Der US-Einmarsch in den Irak, Folter im Krieg gegen den Terror, das Nebeneinander bürgerlicher Mittelklasse-Problemchen mit den diversen Kriegen, die das Reich des Bösen, bekanntlich die USA, überall in der Welt führen… Ähnlich plump wie die Szenen, in denen Gut und Böse schön übersichtlich sortiert sind, ist die Spielweise, die jede Figur zum Thesenträger degradiert. Sogar die große Corinna Kirchhoff muss sich mit der Oberflächenkarikatur einer mondänen Spießerin begnügen. Der Rest: frei laufendes Knattermimentum.

Text: Peter Laudenbach

tip-Bewertung: Ärgerlich

Freedom and Democracy I hate you, Berliner Ensemble, Weitere Aufführungen: 17.10., 01.11., 12.11., 19.30 Uhr

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