Theater

Guy&Roni mit „Poetic Disasters“ in Berlin

Poetic DisastersMit der großen Zukunft wurde es aber nichts. Und Roni & Guy, zwei herausragende Tänzer, Israelis mit arabischem Hintergrund, die zuvor in Israel Mitglieder der legendären Batsheva Dance Company gewesen waren, verließen leider die Stadt.

Sie tanzten hier und dort, experimentierten mit eigenen Choreografien und gründeten 2001 ihre eigene Compagnie, den Club Guy & Roni. Ab und an konnte man lesen, dass sie in dieser oder jener deutschen Stadt gastierten oder mit dort ansässigen Compagnien arbeiten. Nur in Berlin hat man sie nie wieder gesehen.
Dank der Jüdischen Kulturtage hat man jetzt die Gelegenheit dazu. Im Haus der Berliner Festspiele gastiert der Club Guy & Roni mit Poetic Disasters. Niemand geringeres als Heiner Goebbels hat die Musik für das Stück komponiert. Es geht um die Chaostheorie, um eine Chansondiva, die Welt der Bars und des schönen Scheins. Roni Haver und Guy Weizmann waren immer äußerst virtuose und dynamische Tänzer – und anders als virtuos und leidenschaftlich kann man sich auch ihr Stück nicht vorstellen.
Am Abend zuvor, ebenfalls im Haus der Berliner Festspiele, heißt es Curtain up – Junger Tanz aus Israel mit Michael Herman, Maya Levy und Odelya Kuperberg. Die drei zählen zu den vielversprechendsten jungen Choreografen-talenten aus der ungemein starken zeitgenössischen Tanzszene Israels.

Text: Michaela Schlagenwerth

Poetic Disasters 17.+18.9., 20 Uhr,
Haus der Berliner Festspiele,
Karten unter 882 42 50

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