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„Hans im Glück“ in der ufaFabrik

Im Alter von 22 Jahren notierte der Dichter: „Mitunter überfällt es mich, dass meine Arbeiten vielleicht zu primitiv und altmodisch seien oder plump und zu wenig kühn. Ich suche herum nach neuen Formen und experimentiere mit meinem Gefühl wie die Jüngsten. Aber dann komme ich doch immer wieder drauf, daß das Wesen der Kunst Einfachheit, Größe und Empfindung ist und das Wesen ihrer Form Kühle.“ Zu der Zeit war sein „Baal“ fertig geworden, während die Märchenadaption „Hans im Glück“ Fragment blieb. Heiner Müller attestierte, dass Brecht im Unfertigen seine Vollendung fand. Während das „Fatzer“-Fragment seit den 70er-Jahren zumindest ab und zu auf den Vorstellungsplänen auftaucht, blieb „Hans im Glück“ lange Archivware. Das 1992 gegründete Wandertheater Ton & Kirschen, dessen Ensemble sich aus neun Schauspielern und Musikern aus Deutschland, England, Frankreich, Wales und Kolumbien zusammensetzt, erarbeitete die Geschichte um den Protagonisten Hans, der im steten Tauschhandel fast sein Leben verliert, für ein Festival in der Bretagne. Die Inszenierung ist erstmalig in Berlin zu sehen.     

Text: Ronald Klein

Foto: Jean Pierre Estournet

Hans im Glück in der ufaFabrik, ?Mi 20.8. (Premiere), Do 21.–So 31.8., ?jeweils 20 Uhr, Tel. 755 03-0

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