Performance

„Hello useless – for W and friends“ im HAU 2

Pure Präsenz: Der flämische Ausnahmeperformer Benny Claessens plädiert in seinem Solo „Hello useless – for W and friends“ für den Stillstand

Foto: Radovan Dranga

Seinen Einstand in einer Berliner Inszenierung gab Benny Claessens kürzlich im Maxim ­Gorki Thea­ter. Und wer ihn als Ödipus in Ersan ­Mondtags greller Antikencollage „Ödipus und Anti­gone“  gesehen hat, war vom ungeheuer körperlichen, sehr exaltierten und doch an­­rüh­renden Spiel dieses dicken Belgiers hin und weg. Pure Präsenz. Da brodelte ziemlich viel Leben unter der greisenhaften Falten­maske des Ödipus. Den geschockten Münchnern hielt der Schauspieler zum Einstand 2010 erst mal den nackten Hintern hin, Claessens wurde eine der prägenden Protagonisten der Johan-Simons-Ära an den Münchner Kammerspielen. Nun ist der ungewöhnliche Performer auch für Berlin zu entdecken. Er kommt mit „Hello use­less – for W and friends“ ins HAU 2.  In dem Solo feiert Claessens radikal den Stillstand. Er plädiert für den gelassenen Perspektivwechsel und den spielerischen Umgang mit der Tücke der Dinge. Fulminant.

HAU 2 Fr 7.4., 19 Uhr, Sa 8.4., 21 Uhr, Eintritt 13 – 16,50/ erm. 11 €

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