Theater

Im Gespräch mit Comedian Murat Topal

Murat_Topal_c_Matze_SchmidbauerHerr Topal, bei der Vorstellung Ihres Buches „Das Dach kommt später“ sah man einen dicken Gips an Ihrem Bein — was war passiert?
MURAT TOPAL Ich hatte mir auf meinem Motorrad einen Nagel eingefahren, bin etwas unglücklich gestürzt und habe mir eine komplizierte Fraktur im Fuß zugezogen. Das Ganze wird mich wohl noch eine ganze Weile beeinträchtigen aber mittlerweile kann ich schon wieder auftreten – also sowohl als auch.

Sie stehen jetzt mit dem Best-Of-Programm auf der Bühne — ist das Dach etwa immer noch nicht fertig?
Doch, das schon. Ein paar Fußleisten fehlen noch… Aber den Spezialmix spiele ich in regelmäßigen Abständen, zum einen für Zuschauer, die noch nichts oder nur wenig von meinen Bühnenprogrammen kennen und zum anderen für die, die vielleicht ihre Lieblingsnummern nochmal sehen möchten.

Gibt es einen roten Faden, der die einzelnen Programmausschnitte verbindet?
Dass sie alle einen realen Ursprung haben, ob nun im privaten oder ehemaligen beruflichen Umfeld, also polizeilichen Bereich. Also, das verbindende Element bin dann wohl ich.

Im Frühjahr 2013treten Sie im Amazonas auf. Schlingensief inszenierte dort eine Oper.
Das Kreuzfahrtschiff AIDA bucht regelmäßig auch Comedians zur Unterhaltung ihrer Passagiere. Im nächsten Jahr habe ich das Vergnügen die Leute während einer Amazon-Kreuzfahrt zum Lachen zu bringen. Eine neue Herausforderung. Hauptsache ich vergess‘ die Anti-Sea-Sickness-Tabletten nicht!

Also Schiff statt Oper.  Sind Sie eigentlich Opern-affin?
Hä? Wessen Opa is‘ hier’n Affe!?

Lässt Ihr straffer Zeitplan überhaupt den Besuch von Opern oder Sprechtheater zu?

Leider viel zu selten. Meist muss man ja an klassischen „Showtagen“ selber arbeiten und dann möchte man ja auch noch der Familie gerecht werden. Umso mehr genieß ich es, auch mal als Zuschauer eine Spielstätte zu besuchen.  

Wie entkommen Sie dem Vorweihnachtsstress? Durch Arbeit? Oder haben Sie andere Ausklink-Tipps?
Der Vorteil als Moslem ist ja… Im Ernst: So stressig ist die Vorweihnachtszeit mittlerweile gar nicht mehr. Einerseits lenkt die Arbeit ordentlich ab und andererseits hat sich der Fokus mit den kleinen Kindern in der Familie ohnehin so „verschoben“, dass sich die eigenen Ansprüche, die der anderen und damit auch der „was-schenk-ich-bloß“-Stress erheblich reduziert haben.

Interview: Ronald Klein
Foto: Mathe Schmidbauer

Murat Topal Best Off
12.-15.12., 20 Uhr
in der ufaFabrik

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