• Kultur
  • „Immer noch Sturm“ in den DT Kammerspielen

Kultur

„Immer noch Sturm“ in den DT Kammerspielen

Peter Handkes „Immer noch Sturm“ ist ein episches Werk der Erinnerung, auch ein Werk der Trauer. Handke schreibt über die slowenische Familie seiner Mutter, über ihre Brüder, die als Partisanen gegen die Deutschen gekämpft haben, über die zähe Würde der einfachen Menschen. Es ist ein so poetisches wie persönliches Werk, eine Dichtung, die in ihrer intimen Zwiesprache mit den Toten gewaltige Horizonte aufreißt.
Frank Abt versucht auf der Hinterbühne der DT-Kammerspiele dafür eine kleine Form zu finden: Die Toten treten aus einer winzigen, mit einem Labyrinth aus Türen und Wänden zugestellten Drehbühne zum Erzähler, dem sich erinnernden Alten (mürbe: Markwart Müller-Elmau). Abt montiert das mit in ihrer Lakonie berührenden Passagen aus Handkes Bericht vom Selbstmord seiner Mutter. Das sind die stärksten Momente dieses leider etwas biederen Abends.   


Text:
Peter Laudenbach

Foto: Arno Declair

DT Kammerspiele Fr 8.5., 20 Uhr, Di 26.5., 19.30 Uhr, Karten-Tel. 28 44 12 21

Mehr über Cookies erfahren