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Interview mit Karsten Kaie

Interview mit Karsten Kaie

tip Berliner Kellner pöbeln rum, Berliner Frauen haben schlechte Orgasmen. So richtig gut kommt Berlin in Ihrer Comedyshow nicht weg.
Karsten Kaie Klischees sind Klischees. Die Show soll Spaß machen. In Wahrheit liebe ich die Berliner Schnauze, obwohl ich auch in New York und Barcelona gelebt habe. Die Berliner sind ganz liebenswerte Wesen, sie zeigen sich am Anfang nur ein bisschen schroff, gerade gegenüber den Touristen. Um dieses manchmal schwierige Aufeinandertreffen geht es mir, wenn auch sehr plakativ. Eine ähnliche Show habe ich übrigens in Frankreich über die Pariser gemacht.

tip Mit den Expats und Touristen machen Sie Nachsprechübungen а la „Auffa Schnauze, Wichser!“?
Karsten Kaie Viele Zugezogene und Ausländer werden in Berlin mal abgewiesen. Ich überzeichne das natürlich, auf Kosten der Komplexität. Auch die Australier, Franzosen und Engländer kriegen ihr Fett ab. Vielleicht denken die Berliner am Ende: Ganz so ist es ja nicht, aber vielleicht sollte ich mein Verhalten mal überdenken.

tip Ein Geheimnis: Was muss man tun, um bei Ihnen auf die Bühne zu kommen – oder nicht?
Karsten Kaie Ich hasse es, Leute unter der Gürtellinie fertig­zumachen. Aber das Publikum liebt es, wenn jemand auf der Bühne was nachmachen muss. Ich nehme immer Leute, bei denen ich das Gefühl habe, die haben ein gestandenes Selbstbewusstsein und sind trotzdem noch natürlich.       

Text: Stefan Hochgesand

Foto: Gerhard Kassner

Karsten Kaie
im Sternberg Theater in der Spielbank, Termine siehe hier.

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