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„Jesus Christ Superstar“ in der Deutschen Oper

Es waren vor allem die Hippies, die damals den Religionsstifter auch aus weltlicher Sicht wieder für sich entdeckt hatten. Denn sein Aufruf zu Gewaltlosigkeit entsprach ihrer Peace-Haltung, sein einfacher Lebensstil ihrer Absage an den Konsum und auch sein Outfit – Wallehaar und –kleidung sowie die sprichwörtlichen Jesus-Latschen, also schlichte Ledersandalen – waren damals höchst gefragt.
Umso mehr erstaunt, dass das das Musical von Andrew Lloyd Webber und Time Rice über 40 Jahre später in einer Neuinszenierung von Produzent Bill Kenwright und Regisseur Bob Tomson und mit einer Starbesetzung aus dem Londoner West End nun zu einer kurzen Deutschland-Tour mit Station an der Deutschen Oper Berlin aufgebrochen ist. Stichworte wie „Peace“, „Hair“ oder „schlichtes Leben“ – was haben die uns heute noch zu sagen?
In einer Zeit, in der die Thematik Religion allgegenwärtig ist, offenbar eine ganze Menge. „Jesus Christ Superstar“ bietet mit der Schilderung der letzten Tage Jesu bis zur Kreuzigung nicht nur eine Art einen Basiskurs in Sachen Christentum. Auch die Sehnsucht nach Frieden und einer Rückkehr zum einfachen Leben sowie der Look feiern ein Revival – auch, wenn das lange Männerhaar inzwischen zu Dutts geknotet und das Gesichtshaar zu Hipster-Bärten gestutzt ist.

Text: Eva Apraku

Foto: Pamela Raith

Deutsche Oper, Richard-Wagner-Straße 10, Charlottenburg, 28.7.-2.8., www.deutscheoperberlin.de

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