Theater

„K.O. 13 – Meine Ruh’ ist hin“ im HAU 2

der_vierjaehrige_PostenDrei nur selten gespielte Singspiele von Franz Schubert zeigt das HAU im Oktober. Während Schubert wohl als Liedkomponist der Romantik schlechthin gelten kann, sind seine Opern, Opernskizzen und Singspiele eher unbekannt. Es gibt als etwas zu entdecken. Die  Produktion läuft unter dem Titel „K.O. 13 – Meine Ruh’ ist hin“ und besteht aus den Singspielen „Der vierjährige Posten“ (1815),  „Die Verschworenen“ (1823) und „Die Zwillingsbrüder“ (1820), die jeweils, dem Prinzip der  „K.O.-Reihe“ entsprechend, von drei verschiedenen Regieteams inszeniert werden. Die „K.O.-Reihe“ gibt es schon seit mehreren Jahren, sie ist eine Kooperation der Komischen Oper, des HAU, der Hochschule für Musik Hanns Eisler und der Universität der Künste Berlin. Es sind Werkstattinszenierungen der Regiestudenten der Hanns Eisler-Hochschule und den Bühnenbildstudenten der UdK, betreut von den jeweiligen Projektleitern der beiden Hochschulen und der Dramaturgie der Komischen Oper. Die Idee dazu entstand durch die Zusammenarbeit des nach dieser Spielzeit scheidenden Intendanten der Komischen Oper, Andreas Homoki, und dem Bühnenbildner Hartmut Meyer, der seit 2002 Professor der Bühnenbildklasse an der UdK ist. Die beiden wollten dem Nachwuchs einen Raum schaffen, an dem dieser sich ausprobieren kann.

Die Schubert-Singspiele boten sich für die Werkstattinszenierungen an, wie Ingo Gerlach, einer der betreuenden Dramaturgen der Komischen Oper sagt, „weil sie eine gewisse Kürze und eine Offenheit haben, die es ermöglicht, mit dem Material umzugehen“. Im Zentrum steht dabei die Frage: Was ist die Konvention der Entstehungszeit? Im „Vierjährigen Posten“ etwa der scheinbar widersprüchliche Zusammenhang zwischen dem ernsthaften zeitgeschichtlichen Hintergrund (die Napoleonischen Kriege) und den Verwicklungen der genrehaften Liebesgeschichte. Der Grundton der Inszenierungen wird dabei, wie es sich für das Genre des Singspiels gehört, komödiantisch sein. 1Andreas Hahn

K.O. 13 – Meine Ruh’ ist hin HAU 2, 8., 9., 10.10., 20 Uhr, Karten-Tel. 25 90 04 27

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