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„Kaspar“ am Berliner Ensemble

Gezeigt wird der Dressur­akt, wie jemand über die Sprache in die Gesellschaft eingepasst wird. Das Bühnenbild im BE-Pavillon: durcheinander liegende Tische und Stühle. Kaspar (Jörg Thieme) taucht zwischen den Möbeln auf, spricht erst seinen Satz, der bei Handke „Ich möcht ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist“ lautet. Eine Maschinerie der Worte und Sätze regiert zunehmend seine Bewegungen, bis er gleichsam eine Puppe geworden ist. Auch in der Szene herrscht nun Ordnung, Stuhl steht säuberlich vor Tisch. Sebastian Sommers Regie zeigt eine Versuchsanordnung, in der das Individuum seine ursprüngliche Naivität völlig einbüßt.   

Text: RF

Foto: Lucie Jansch

Adressen und Termine: Berliner Ensemble Pavillion, Karten-Tel. 28 40 81 55

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