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„Keiner ?findet sich schön“ an der Volksbühne

Immer diese Kontingenz! Soll man rauchen oder nicht, soll man auf ein Iggy-Pop-Konzert gehen oder lieber zu Hause bleiben, sich den Film „Robocop“ anschauen und warten, bis eine alte Bekannte an der Tür klingelt, in die man sich dann verlieben kann, oder soll man vielleicht lieber nach Seoul fahren? Fabian Hinrichs arbeitet sich in Renй Polleschs neuer Volksbühnen-Inszenierung („Keiner findet sich schön“) mit Hingabe durch den Multioptionsstress.
Hinrichs ist gleichzeitig der Conferencier von Polleschs Gedanken und der Charmebolzen einer Beziehungskomödie, in dem Fall die Beziehung zwischen grübelndem Subjekt und dem Rest der Welt. Fünf hinreißende Musical-Tänzer in lustigen Kostümen veralbern die „West Side Story“ und Hinrichs denkt über die Liebe nach: „Das Sex-Leben in Berlin ist nicht kalt! Man verwelkt halt zwischendurch. Das muss man aushalten, dass man für die anderen kein Versprechen mehr ist.“ Und dann singt er ganz bezaubernd eine schöne Variante eines Udo-Jürgens-Schlagers: „Ich war noch niemals in Schweinfurt“.    


Text:
Peter Laudenbach

Foto: Leonore Blievernicht

Volksbühne Mi 8.7., 19.30 Uhr, Karten-Tel.: 24 06 57 77

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