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Klassik-Comedy: „Zur Hölle mit Faust“ im ?Pfefferberg Theater

ZurHoelleMitFaust_c_IngoWoesnerGott ist genervt. Ausgerechnet Heinrich Faust spottet der Schöpfung, indem er Tote zum Leben zu erwecken versucht. Zur Strafe wird Mephisto entsandt, um den Leichen-Doktor in den Suizid zu treiben. Was wiederum die Engel verhindern wollen. Denn wenn der Teufelspakt aufgeht, darf „der alte Schwefelstinker“ zur Belohnung zurück in den Himmel. Und damit haben die Verwicklungen noch nicht mal begonnen!
Bei den Woesner-Brothers (Slogan: „Schärfere Komödien gibt es nirgendwo“) werden die Evergreens des Theater-Kanons ein bisschen anders erzählt. Das gilt auch für Goethes Großwerk „Faust“. Aus dem zaubern die Künstler-Zwillinge ungeahnte Problemlagen: dem Gretchen-geilen Heinrich wird Impotenz angehext, während  Mephisto sich den Avancen der lüsternen Jungfer Marthe nicht erwehren kann. Himmel hilf! Mit dem Satyrspiel „Zur Hölle mit Faust“ eröffnen die Schauspieler, Regisseure, Autoren und Produzenten Ingo und Ralph Woesner nicht nur die frivole Herbstsaison. Sondern auch ihr neues Theater auf dem Pfefferberg. In der frisch renovierten Schankhalle ist ein schönes 250-Plätze-Haus entstanden, das fortan Heimstatt für die Zoten-Zampanos und geistesverwandte Gäste sein wird: Berlins Schwankhalle. Das Versprechen der Woesner-Brüder: Aus dem „schwerfälligen Faust-Stoff“ eine Komödie zu schmieden, „die Herrn Goethe den Staub aus der Perücke bläst“.

Text: Patrick Wildermann

Foto: Ingo Woesner

tip-Bewertung: Zwiespältig

Zur Hölle mit Faust ?Pfefferberg Theater, Do 17. , Fr 18., Di 22., Do 31.10., 20 Uhr, ?Karten-Tel. 44 35 48 70

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