Theater

Kunstkopf Alex Tennigkeit

alex_tennigkeittip: Deine Bilder beschäftigen sich mit Mythologien und weiblichem Selbstverständnis. Spürst du den Mythen nach, oder ist das eine Suche nach dem eigenen Ich??

Alex Tennigkeit: Die Beschäftigung mit dem eigenen Ich spielt sicherlich eine Rolle. Bei der Porträtserie „Selbst als Allegorie“ zeige ich mich mit unterschiedlicher Gesichtsmimik, die mir oft eher fremd oder unangenehm ist. Das kann man auch als Versuch zu einer Erweiterung des Ichs sehen. Ich setze mich oft mit Mythen, Geschichtlichem, christlicher Ikonografie und so weiter auseinander und lasse es auf Gegenwärtiges treffen. Dabei ist es mir wichtig, die Themen zunächst stark zu verinnerlichen, um anschließend zu einer Neuinterpretation zu kommen, die sich ebenso aus dem Außen wie aus dem Innen speist.  

tip: Wie kommt es, dass sich eine junge Künstlerin mit so düsteren Themen beschäftigt?

Tennigkeit: Ich fühle mich im Düsteren zu Hause! Ich verstehe jedoch mein Werk als positive Kraft, die ich der Vergänglichkeit, aber auch ganz allgemein dem Destruktiven in der menschlichen Natur entgegensetze.

Fragen: Constanze Suhr

Foto: Roel van Tour

Alex Tennigkeit „Para Bellum“ Galerie Jette Rudolph, Zimmerstraße 90-91, Mitte, Di-Sa 11.30-18 Uhr, bis 20.11.

weitere Kunstköpfe:

Max Jorge Hinderer
Jinram Kim
Matthias Koeppel

Gloria Zein
Yulia Kazakova
Dieter Mammel
Nicole Heinzel
Ursel Arndt
Lukas Roth
Marcus Sendlinger
Mike Mills
Ulrike Segerberg
Simone Neidhard
Ricoh Gerbl
Ulrich Lamsfuß
Anna Fischer-Husemeyer
Lovro Artukovic
Bartek Jarmolinski

Mehr über Cookies erfahren