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Letzte Aufführungen von Christoph Schlingensiefs „Jeanne D\Arc“

Jeanne-darcKaum zu glauben, dass Christoph Schlingensief schon über zwei Jahre tot ist, denn noch immer ist er in den Medien sehr präsent, ob durch Meldungen über sein Herzensprojekt, das Operndorf in Burkina Faso, Interviews mit seiner Witwe Aino Laberenz, die Eröffnung des Schlingensief-Archivs, seine Filme oder  Filme über ihn.
Die Deutsche Oper sorgt ebenfalls dafür, dass der außergewöhnliche Theater- und Filmregisseur nicht vergessen wird, sie zeigt noch einmal für drei Termine Schlingensiefs Stück „Jeanne D’Arc – Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna“. Das Stück führte erstmals Walter Braunfels fast vergessene Komposition szenisch auf. Die kindliche wie göttliche Johanna von Orleans wird hier aber nicht überhöht, sondern als Mensch unter Menschen umrissen. Schlingensief kontrastierte die bekannte Geschichte, die auf dem Scheiterhaufen ihren Endpunkt hat unter anderem mit Szenen von Totenverbrennungen in Nepal, die er selbst auf einer Reise erlebt hatte. Durch solche und ähnliche multimediale Verzweigungen und Überlagerungen eröffnen sich unterschiedliche Bedeutungsebenen.
Manche Kritiker bezeichnen das Stück als noch surrealistischer und überwältigender als Schlingensiefs „Parsifal“ bei den Bayreuther Festspielen“ oder sprechen von einem Requiem noch zu Lebzeiten. Wer sich ein eigenens Bild machen will, hat noch an drei Tagen im November 2012 Zeit dazu.

Foto: Thomas Aurin

Jeanne D’Arc – Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna“
am 16., 23. und 29.11., 19.30 Uhr
an der Deutschen Oper

 

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