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„Müllers ­Millionen“ von Peter ?Laudenbach

Peter ?Laudenbach
Im Doppelhaushalt 2016/2017 will der Regierende Bürgermeister und Kultursenator den Kultur-Etat um 6,8 Prozent (2016) und 10,4 Prozent (2017) anheben – ein Plus von 32,2 Millionen Euro (2016) und 50 Millionen 2017. Davon gehen immerhin 7,5 Millionen (2016) und 9,5 Millionen (2017) an die Freie Szene. Gut so. Viel Geld. Aber ein erheblicher Teil davon gleicht bei den großen Bühnen lediglich die Kosten der Tarif­erhöhungen aus. Nach der zum Teil heftigen Kritik an der Amts­führung seines Kulturstaats­sekretärs Renner und der umstrittenen Berufung des Museums­managers Chris Dercon an die Volksbühne sind die geplanten Etat-Erhöhungen auch ein Signal an die Berliner Kultur: Die Landesregierung gibt sich Mühe, sie mit Respekt zu behandeln.
Ein Etat-Posten könnte für Ärger sorgen: Alleine zur Vorbereitung seiner Volksbühnen-Intendanz soll Dercon, gut bezahlter Direktor der Tate Modern in London, im nächsten Jahr 740.000 Euro und 2017 stolze 2,2 Millionen Euro bekommen. Das ist ein Vielfaches des in solchen Fällen üblichen Etats. Auch danach könnte Dercons Intendanz teuer werden. Angeblich soll, laut „Tagesspiegel“, der Etat der Volksbühne für ihn um stolze 5 Millionen erhöht werden. Im September entscheidet das Parlament, ob sich Berlin Dercons Luxus-Etat leisten will.

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