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„My Fair Lady“ an der Komischen Oper

Willkommen im Berliner Theaterclub! So Otfried Laur-kompatibel war die Komische Oper noch nie. Bei seiner Rückkehr an das Haus, an dem er früher Intendant war, spielt Regisseur Andreas Homoki konzeptlos auf Sieg. Die riesigen Grammophon-Trichter, in deren Schatten die Handlung spielt – umkreist von einem quastenbehängten Rollvorhang – sind vor allem: dekorativ.
Im selben Maß, wie Homoki die Requisiten aufbläst, werden Handlung und Konfliktpotential verniedlicht und possierlich gemacht. Dabei geht es immerhin um einen Phonetik-Professor und Voll-Chauvie, der ein Londoner Blumenmädchen durch Sprachtraining zu einem Menschen der High Society umbilden will.
Die deutsche Übersetzung von Robert Gilbert ist pittoresk angestaubt, aber berühmter als das Original. „Es grünt so grün“ war eine Erfindung Gilberts. (Im Original heißt es: „The rain in spain stays mainly in the plein.“) Immerhin bringen Max Hopp (Prof. Higgins) mit schnarrender Stimme und Slapstick-Unbehändigkeit und Katharine Mehrling kraft Glamour-Gören-Röhre (als Eliza) das Werk darstellerisch gut in Schwung. Dirigentin Kristiina Poska in ihrer ersten, großen Berliner Premiere hat Mühe, die Fäden der Partitur zusammenzuhalten.

Text: KLK

Komische Oper Berlin So 27.12., 18 Uhr, Do 31.12., 15 Uhr und 19 Uhr, ?Karten-Tel. 47 99 74 00

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