Theater

„Nach der Arbeit“ im Theater unterm Dach

Nach der Arbeit

Ein Sarg steht auf der Bühne. Verstorben ist: die Arbeit. Was nun? Kniend kondolieren vier Hinterbliebene. Sie heißen Anerkennung, Selbstverwirklichung, Solidarität und Sabotage. Reto Kambergers Inszenierung stellt eine so simple wie prinzipielle Frage: Wie gehen wir damit um, dass es um viele Jobs schlecht bestellt ist?
Im reduzierten Spiel geht es zynisch-fröhlich zu, es wird referiert, theoretisiert und zitiert: Was ist Arbeit eigentlich, was hat sie mit Selbstwertgefühl, Kreativität oder ganz einfach mit Lebensunterhalt zu tun? Ein Türke referiert seine Arbeitsbiografie. Da ist die Frau, die sich qualifiziert hat, ihr werden Zettel aufs Gesicht geklebt, sie ist wohl eine Nummer geworden. Sie hat keine Chance im hektischen Bewerbungsmarathon. Die Darsteller zeigen ein szenisches Kaleidoskop, Versatzstücke bis hin zu einer „Agentur für Utopie“. Durchaus spannend, diese gute Theaterstunde.

Text: RF

Foto: Kamil Rohde

Nach der Arbeit, Theater unterm Dach, 16.–19.10., 20 Uhr, Eintritt 8 Euro, Karten-Tel. 902 95 38 20

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