Zirkus

„Nebula“ im Haus Der Berliner Festspiele

Liebe an der Stange: Zum Start ihrer neuen Programmreihe „Circus“ zeigen die ­Berliner Festspiele das preisgekrönte ­Circusstück „Nebula“ aus Paris

Foto: Vasil Tasevski

Der zeitgenössische Zirkus hat es schwer, gegen das Stereotyp anzukommen, das mit dem Wort Zirkus verbunden wird. Dabei hat der seit den 1980er Jahren in Frankreich entwickelte „Nouveau Cirque“ mit traditionellem Zirkus wenig gemein. Er ist eine ganz eigene Kunstform, die interdisziplinär Akrobatik, Tanz und Theater zusammenführt. Sägespäne und Tiernummern findet man in diesem zeitgenössischen Zirkus nicht.
Dass da längst eine ganz eigene Kunstform des Geschichtenerzählens entstanden ist, hat Thomas Oberender, der Chef der Berliner Festspiele, erkannt und verpasst diesem neuen Genre zwischen Avantgarde und Entertainment eine eigene Programmschiene.  In „Circus“ sollen in loser Folge Produktionen und Gastspiele des Neuen Circus gezeigt werden. Die Reihe startet natürlich mit einem Stück aus dem Mutterland des Nouveau Cirque: In „Nebula“ beschreibt die Pariser Compagnie du Chaos eine komplexe Paarbeziehung – erzählt rund um eine Pole-Stange. Die Truppe wurde 2016 dafür mit dem europäischen „CircusNext“-Preis ausgezeichnet.

Haus Der Berliner Festspiele Mo 6. – Mi 8.3., 19.30 Uhr, Eintritt 20, erm. 15 €

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