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Nico and the Navigators widmen sich im Radialsystem Gioachino Rossini

Rossini-2_Navigators_c_Falk_Wenzel… und damit längst ein eigenes Genre der „Ganzkörperpoeten“ (Süddeutsche Zeitung) entwickelt. Seit einigen Jahren wendet sich Navigators-Chefin und -Regisseurin Nicola Hümpel, ähnlich wie Sasha Waltz, zunehmend dem Musiktheater zu. Nach der gefeierten Händel-Oper „Anaesthesia“ widmet sie sich jetzt gemeinsam mit dem Dirigenten Nicholas Jenkins sowie zwölf Sängern, drei Pianisten und vier Performern der „Petite messe solennelle“ von Gioachino Rossini. Das letzte Werk des italienischen Komponisten wirkt wie ein Sinnbild für die Zerrissenheit seiner Seele zwischen Glaube, Zweifel und Humor. Mit Gesang, Tanz und Schauspiel erforschen Nico and the Navigators diese „Kleine Messe“. Zugleich beschäftigt sich die Inszenierung mit Glücks- und Heilversprechen im 21. Jahrhundert. Im Zwiespalt zwischen effizienter Lebenszeitverwaltung und archaischen Sehnsüchten untersuchen Nico and the Navigators zeitgenössische Formen der Zuflucht in Glaube, Religion, Dogmen oder Rituale und stellen sich dabei die Frage nach Schicksalsgläubigkeit in der heutigen Zeit. „Es ist die choreografische Leichtigkeit in der Fülle der Rätselbilder, der aufblitzende Humor, die virtuose Groteske und der Nonsense spielerischer Aktionen, was die Produktion so zwingend kurzweilig, so spannungsvoll wie unterhaltsam macht“, schwärmte die Süddeutsche Zeitung nach der Uraufführung in Weimar.

Radialsystem Holzmarktstraße 33, Mitte, Tel. 288 78 85 88, 16., 18.–20.11

Foto: Falk Wenzel

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