Theater

„Notizen aus der Küche“ in der Schaubühne

GianmaracoBresadola„Ich lache nicht über das, worüber die anderen lachen“, teilt ein Kulturstreber seinen Kollegen an der Pfanne etwa ungefragt mit. „Ich lache bei Cйline, bei Bernhard, bei Schopenhauer.“ Lustig ist auch die Story von der Bar, in der der Schöngeist seinen ebenfalls Schopenhauer inhalierenden Erstklässler-Sohn jeden Morgen auf dem Schulweg mit Drinks abfüllt, „damit er in der Lage ist, den Klassenraum zu betreten.“ Bei alledem hilft es übrigens ungemein, die titelgebende Küchen-Metapher nicht allzu verkniffen zu sehen: Dass Garcнa bewährte Ingredienzien aus dem semi-kreativen Mittelstandsmilieu zu einer mal mehr, gern aber auch mal weniger originellen Szenensammlung von durchaus überschaubarer Dringlichkeit verrührt, ist keinesfalls die Hauptsache an diesem Abend, der im Rahmen des internationalen Dramatik-Festivals F.I.N.D. herauskam. Sondern was hier wirklich Spaß macht, sind die lässig (selbst-)ironische Regie des kurzfristig für seinen isländischen Kollegen Egill Heiрar Anton Pбlsson eingesprungenen Patrick Wengenroth und das angemessen subtil-komische Spiel von Niels Bormann, Urs Jucker und Lucy Wirth.

Text: Christine Wahl

Foto: Gianmaraco Bresadola

tip-Bewertung: Annehmbar

Notizen aus der Küche: Termine
Schaubühne,
Karten-Tel. 89 00 23

 

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