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Oliver Klucks „Das Prinzip Meese“ im Gorki Studio

meese… also probieren sie lauter muntere Posen aus (Regie: Antъ Romero Nunes), vergraben sich mal in ein Matratzenlager, erinnern sich als Animateure mit dem Publikum an die härtesten Fernsehserien ihrer Jugendtage und die hormonbeflügelnden Wirkungen von „Tutti Frutti“. Sie werfen sich in den Bodennebel und imitieren, wenn schon Trash, dann richtig, David Hasselhoff, wie auch Oliver Kluck – der Jungdramatiker, der das geschrieben hat – von Rolf Dieter Brinkmann bis Handke seine Formatvorlagen im Archiv der Popliteratur sucht. Der Titel des hier uraufgeführten Werkes („Das Prinzip Meese“) dockt locker an die Gegenwart an. Das ist lustig, wenn Kluck im Prolog Brinkmanns Gedichtband „Westwärts“ imitiert und in Theater und in die Gegenwart übersetzt, aber spätestens, wenn sich die munter vor sich hin performenden Schauspieler über den Li-La-Launebär freuen dürfen, ist man dann doch wieder im fröhlich naiven Kindergarten des postdramatischen Theaters gelandet, um nicht zu sagen in den Regionen der gehirnerweichenden Regression. Nun ja,
wer’s mag.

Text: Peter Laudenbach

Foto: Thomas Aurin

Tip-Bewertung: Uninteressant

Termine: Das Prinzip Meese
im Gorki Studio
, u.a. Fr 19.2., Di 2.3., Mi 17.3., Di 23.3., 20.15 Uhr; Tickets www.tip-berlin.de/tickets

 

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