Theater

Oresteia in der Deutschen Oper

Orestia

Damit wird einer Tradition gefolgt, denn Iannis Xenakis’ Komposition zu Aischylos’ Orestie-Trilogie war bereits als Open-Air-Spektakel angelegt, als die Uraufführung 1966 auf einem amerikanischen Baseball-Feld stattfand. Dort, wo sonst Pitcher werfen und Batter den Schläger schwingen, stellte Xenakis eine außergewöhnlich rhythmusorientierte Komposition in den Raum, die radikal mit der Ästhetik der Neuen Musik der damaligen Zeit brach. Untersucht wird die Frage nach Schuld und Sühne anhand der Geschichte der Atriden, umgesetzt anhand der antiken Theaterpraxis mit Erzählerberichten, großen chorischen Partien und zwei großen Monologen. Erneut arbeiten Regisseur David Hermann und Ausstatter Christof Hetzer zusammen, die bereits 2012 mit der Realisierung von Helmut Lachenmanns „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ in der Deutschen Oper brillierten.

Deutsche Oper Berlin, Bismarckstraße 34-37, Charlottenburg, 20 Uhr

Foto: Bernd Uhlig

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