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„Peer Gynt“ in den Sophiensaelen


Herbert ist 600 Jahre alt. Er hat zwei oder oder elf Kinderm, arbeitet als Grenzer, aber auch in einer Bäckerei – wie sein Mann. Er lebt allein, aber an manchen Tagen wird sein Haus von Fremden in Beschlag genommen. In der sehr freien „Peer Gynt“-Adaption des Theaterkollektivs Markus&Markus sehen wir diesen Herbert auf dem Screen. Er ist auch im echten Leben dement.
Markus&Markus lassen die Screenings in ihre gespielte Handlung überschwappen. Fünf Wochen lang waren sie auf Recherche, um jemanden zu finden, der in fantastischen Welten wandelt. Fündig wurden sie im Pflegeheim.  Und wie geht das mir Peer Gynt zusammen? Im Ibsen-Drama geht es ums Reisen durch wirre Räume und Zeiten. Oft ist nicht klar, auf welcher Ebene man gerade schwankt. Markus&Markus ziehen Ibsen-Passagen heran. Den Knopfgießer spielen sie und Dr. Begriffenfeldt. Die Edvard-Grieg-Mucke, die heute kaum noch ironiefrei funkt, soll dann nicht fehlen. „Wir haben kein Problem mit Pathos“, lacht Schäfer, „schon gar nicht mit Grieg“.

Text:
Stefan Hochgesand

Foto:
markus und markus

Sophiensaele Sophienstr. 18, Mitte, Do 3.– Sa 5.9., 20 Uhr, Karten-Tel. 283 52 66

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