Freie Szene

Performing Arts Festival 2017

Stars und Kieze: Berlins Freie Szene zeigt ihr Potenzial auf dem ­Performing Arts Festival – über 120 Inszenierungen aller Genres an 62 Spielstätten und Orten

Foto: Dorothea Tuch

Bei der Leistungsschau des Freien Theaters in Berlin zeigt sich ein großer Reichtum der Stadt in geballter Pracht: Mehr als 120 Künstler und Gruppen aus Tanz, Performance, Schauspiel, Musik- und Figurentheater sind an über 60 Spielstätten und ungewöhnlichen Orten überall in Berlin zu erleben. Dabei sind Stars der Szene wie Rimini Protokoll, Martin Clausen und Das Helmi aber auch Frischlinge, denen mit „Introducing“ ein eigenes Programmfenster gewidmet ist. Das Festivalzentrum ist in der Alten Münze in Mitte, einem neuen Hotspot für Kultur und Kreativwirtschaft, flankiert von drei dezentralen „Dependancen“, interessanterweise allesamt keine ausgewiesenen Theaterorte: das Nachbarschaftsforum Aquarium in der Skalitzer Straße, der Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor auf dem Tempelhofer Feld sowie das Platzhaus auf dem Helmholtzplatz.
Aber natürlich sind vom Ackerstadt-Palast bis zur Vierten Welt nahe­zu sämtliche Spielstätten freier Theaterarbeit mit ihren Künstlern und Profilen vertreten. So zeigt etwa die andcompany im HAU 1 ihre utopische Musikperformance „2045: Müller in Metropolis“ (Foto),  Toula Limnaios präsentiert ihre Choreografie „die einen, die anderen“ in der Halle, eine Zusammenarbeit mit den brasilianischen Tänzern von Gira Dança, Susanne Stern zeigt ihre Romanadaption „Der Plan von der Abschaffung des Dunkels“ im Theaterhaus Mitte und das post theater eröffnet sein „House of Hope“ im Theaterdiscounter. Wen das Riesenangebot überfordert, kann sich auch an die Hand nehmen lassen und eine von Künstlern geführte Tour zu persönlichen Highlights buchen. Es gibt viel zu entdecken.

Diverse Orte Di 13. – So 18.6., www.performingarts-festival.de

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