Freie Szene

Performing Arts Festival 2018

Sechs Tage, 71 Spielorte, rund 150 Produktionen – das Performing Arts Festival ist ein Mega-Event mit bekannten und auch ganz neuen Künstlern und Orten, vor allem aber ohne Jurys und Hierarchien

Sisyphos der Flugelefant

„Es ist ein dezentrales und nicht-kuratiertes Festival“, betont die Mit-Organisatorin Susanne Chrudina. „Weil wir eine enorm große und vielfältige Freie Szene in Berlin haben, ist es nicht angemessen, dass jetzt eine Gruppe von Leuten behauptet: ,Das hier ist die Freie Szeneʻ.“ Die Regisseurin ist Mitgründerin des LAFT, der Interessensvertretung der Freien Kulturschaffenden Berlins, die 2016 auch das Festival aus der Taufe hob.
140 Produktionen sind an den teilnehmenden Spielorten der Freien Szene zu sehen. Hinzu kommen die neun Projekte der Nachwuchs-Plattform „Introducing“, die von den Produk­tionshäusern HAU (6.6.) , Sophien­saele (7.6.), Ballhaus Ost (8.6.) und Theaterdiscounter (9.6.) verantwortet wird. Dieses Nachwuchs-Spotting ist damit eine kuratierte Insel in dem unkuratierten Festival und stellt einen der möglichen Zugänge zum schier unüberschaubaren Angebot dar, mit dem die Freie Szene machtvoll ihre Vielfalt und Qualität beweisen will.

An Genres und Subgenres gibt es alles von Sprech- und Musiktheater über Performance, Objekt- und Kindertheater bis hin zu Tanz und, als jüngstem Kind der freien Darstellenden Künste, Produktionen des Neuen Circus. Sogar japanische Fesselkunst im „Bondage Duell“ der Performerinnen Dasniya Sommer und Silke Schönfleisch (Foto, 9.+10.6., Sophiensaele).

Wer bei aller Entdeckungslust Orientierungen benötigt, kann einen „Wanderweg“ abschreiten, den die Organisatoren vorschlagen, oder an den sieben Künstlertouren teilnehmen.

71 verschiedene Orte Di 5.– So 10.6., Eintritt 0 – 16 € (je nach Veranstaltung), Mengenrabatte für Vielseher ab 3 (10 %), 6 (15 %) und 9 Tickets (20 %), www.performingarts-festival.de

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