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Peter Bömmels in der Akira Ikeda Gallery

Peter Bömmels in der Akira Ikeda Gallery

Es sind eher Schattengewächse als Lichtgestalten, eine Ansammlung von Homunkuli, die der Zeichner Peter Bömmels ins Bild setzt. Wie der im steifen Kragen gefangene „Tüftler in Love“, bedroht vom roten Punkt in seiner Krawatte. Absurditäten, die wie zynische Kommentare daherkommen und verschlüsselte Botschaften zu enthalten scheinen. Der Geschichtenerzähler Bömmels lässt die Betrachter im Unklaren, aber seine Gestalten sind offensichtlich allesamt Verlierer, Scheiternde kurz vor dem Abgrund. Bömmels, aufgewachsen in Köln, stieg in den 1970er-Jahren als Autodidakt in die Kunst­szene ein und war Mitbegründer der Mülheimer Freiheit. Während die Neuen Wilden sich auf Leinwänden austobten, spezialisierte sich Bömmels auf filigrane Zeichnungen. In Interviews sagte er, er sei von „rheinisch-katholischer Verletzung und Verheißung“ geprägt und die „sanfte Gewalt des Geheimnisvollen“ begeistere ihn. Seine Bildfindungen speisen sich aus Liebe und Humor, so Bömmels weiter. Dazu kommt ein beachtlicher Anteil von Sarkasmus und beißendem Spott.

  

Text: Constanze Suhr

Foto:
Marcus Schneider, Berlin 2014

Akira Ikeda Gallery Christinenstraße 18/19, Mitte, ?Di–Sa 11–18 Uhr, bis 31.1.2015

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