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„Queer Planet Future“ im Ballhaus Ost: Menschen und Bakterien

Im Ballhaus Ost geht es beim Juni-Spezial „Queer Planet Future“ um Menschen, Maschinen und Mikroben. Alle Infos zu der abwechslungsreichen Veranstaltungsreihe und dem besonderen Charme des Theaters gibt es hier.

„Queer Planet Future“ im Ballhaus Ost: Performance, Festival, Projekt

Zwischen Crêperie und „Osmans Töchter“ – das ist ein Restaurant – führt in der Pappelallee in Prenzlauer Berg ein Torbogen wie ein Geheimweg zum Theater Ballhaus Ost. In dem efeuumrankten Backsteinhaus befindet sich eine Bühne, auf der mit Theater großzügig experimentiert wird. Ob Performance, Festival oder interdisziplinäres Projekt; das Ballhaus Ost heißt zeitgenössische Darbietungen willkommen.

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Menschen, Bakterien, Software und Maschinen in der Theatervorstellung „Holobiontinnen“ im Ballhaus Ost. Foto: Simon Kalus

Der Juni steht dort unter dem Motto: „Earth&Tech“. Ob Performance-Raum für Menschen und Bakterien, interaktives Hörspiel am Flugfeld, 24-stündiges Delfin-Experiment oder romantisches Date mit dem Wald – die diversen Theaterstücke des Monats hängen alle miteinander zusammen. „Queer Planet Future“ lautet das Motto der Reihe.

„Holobiontinnen“ feiert zum Monatsanfang seine Premiere. In der Produktion von Eva Hintermaier und Simon Kalus bildet sich ein performatives Netzwerk aus Menschen, Bakterien, Software und Maschinen. In der Realität leben alle diese Dinge zusammen – in der fantastischen Theatervorstellung ist es zudem möglich, dass sie als Figuren miteinander in Kommunikation treten können. Eine eigentlich alltägliche Begegnung der besonderen Art.

Tauch-Meditationen und Gedankenexperimente

Mitte Juni startet „Beton.Wüste.Zukunft“, mit dem Alisa Tetrau das Bewusstsein dafür stärken möchte, dass wir in einer „Wird-schon-werden-Scheinrealität“ leben. Die Fähigkeit, als Menschen im Hier und Jetzt zu sein und vorausschauend klimagerecht zu handeln, entgleitet uns dabei oftmals. Für das interaktive Hörspiel dient das ehemalige Regenauffangbecken des Flughafens Tempelhof als Kulisse. Mit Tauch-Meditationen oder Gedankenexperimenten sind die Gäst:innen eingeladen, sich dem eigenen Verdrängen der Klimakrise anzunähern.

Noch spielerischer geht das Künstlerinnenteam Pinsker+ Bernhardt nach dem Motto vor: Wir holen uns den Wald in die Stadt, um ein Date mit ihm zu haben. Als Ort der Erholung und der Sehnsucht suchen viele Menschen aus dem urbanen Raum regelmäßig Zuflucht im Grünen. Um den Wald jedoch nicht nur als selbstverständlichen und separaten Raum zu betrachten, haben Pinsker+Bernhardt ein Date mit dem Wald organisiert, um diesen wieder als ressourcenreiches, essenzielles Ökosystem wahrzunehmen, das der Pflege und des Schutzes bedarf.

Neben diesen Stücken hat das Ballhaus Ost vor der Sommerpause noch einiges anderes zu bieten. Viele gute Gründe also, dem märchenhaft anmutenden Ort mit Hinterhofatmosphäre einen Besuch abzustatten.

  • Ballhaus Ost Pappelallee 15, Prenzlauer Berg, 15/ erm. 10 €; Spielzeiten: Holobiontinnen Fr 9.6. (Premiere) + Sa 10.6., jew. 20 Uhr, So 11.6., 18 Uhr; Beton.Wüste.Zukunft Sa 17.6. (Premiere) + So 18.6., 15–20 Uhr; Externer Spielort: Floating University (Lilienthalstr. 32, Kreuzberg) // Dating A Forest Sa 17.6. (Premiere) + So 18.6., 18 Uhr, weitere Infos hier

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