Theater

Rafael Frühbeck de Burgos ist tot

Rafael Frühbeck de Burgos

Der deutschstämmige Kapellmeister Rafael Frühbeck de Burgos, der von 1992 bis 1997 als Generalmusikdirektor an der Deutschen Oper wirkte, verstarb in seinem 80. Lebensjahr. Seine erste Spielzeit an der Deutschen Oper Berlin begann er mit „Don Carlos“ in der fünfaktigen Fassung. Kurz danach brachte er zusammen mit Götz Friedrich „Die Meistersinger von Nürnberg“ heraus, ein Werk, dem seine besondere Liebe galt. Dem Orchester entlockte er einen „deutschen“ Klang, den man eher im Konzertsaal als im Opernhaus erwartete.

Als Sohn deutscher Emigranten kam Rafael Frühbeck 1933 in der spanischen Kleinstadt Burgos zur Welt. Nach dem Studium in Bilbao, Madrid und München übernahm er von 1962 bis 1978 die Leitung des spanischen Nationalorchesters. Von 1994 bis 2000 war er künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Nach dem er 1997 seine leitende Position an der Deutschen Oper als Ehrenmitglied verließ, wirkte er von 2001 bis 2007 als künstlerischer Leiter des Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai in Turin.

Es folgten Stationen in Dresden, Dänemark und in seiner Heimatstadt Burgos, bis er aus gesundheitlichen Gründen seine Karriere im Juni 2014 beendete. In einer Pressemitteilung der Deutschen Oper heißt es „Wir erinnern uns mit großer Hochachtung an die Zeit mit ihm und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.“

Foto: Dresdner Philharmonie

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