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Rezension: „Juno und der Pfau“ am Deutschen Theater

JunoUndDerPfau„Das Land muss sich selbst stabilisieren“, lallt Käpt’n Jack Boyle. Dabei versucht er, das eigene Gleichgewicht mit der Lichterkette auszubalancieren, die traurig vom Dach seiner Bretterbude runterhängt. Die vereinzelten Lacher im Zuschauerraum klingen jetzt ehrlich müde. Drei Stunden haben sie Milan Peschels Proletarier-Soap „Juno und der Pfau“ tapfer begleitet. Der irische Dramatiker und Aktivist Sean O’Casey versetzt seine arme katholische Arbeiterfamilie Boyle aus Dublin mitten ins Boulevard-Theater. Kulisse ist die irische Revolution 1922.

Milan Peschel fällt in seiner ersten Regiearbeit am Deutschen Theater leider wenig mehr ein, als die flache Vorlage mit Lidl-Tüten-Choreografien oder Zeitungs-Slapsticks zu verzieren. Also witzelt das Komikerpaar Käpt’n Jack Boyle (Michael Schweighöfer) und Saufkumpel Joxter (Moritz Grove) werkgetreu Arbeitsscheu und Trinkfestigkeit auf die Bühne.    

Text: Anja Quickert
Foto: Arno Declair
tip-Bewertung: Uninteressant

Termine: Juno und der Pfau
DT Kammerspiele, Di 19.2., 20 Uhr, Karten-Tel. 284 41-221

 

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