Kommentar

„Rot-Rot-Grün“ von Peter Laudenbach

Michael Müller, der Regierende Bürgermeister, kann sich nach den Wahlen eine rot-rot-grüne Regierungskoalition vorstellen. Angesichts der Umfragewerte sind andere Konstellationen eher unwahrscheinlich, schon weil die Grünen nicht mit der CDU des Rechtsauslegers Henkel koalieren werden.

Peter Laudenbach

Ob der Kulturstaatssekretär Tim Renner, dem die grüne Kulturpolitikerin Sabine Bangert vorwirft, als Kulturstaatssekretär wie ein Manager zu agieren, in einer rot-rot-grünen Koalition noch gebraucht wird, darf man bezweifeln.
Das sind gute Nachrichten für das Theater. Und schlechte Nachrichten für Chris Dercon. Für seine hochfliegenden Volksbühnen-Pläne hat ihm Tim Renner massive Etat-­Erhöhungen versprochen. Die sind bisher nicht mehr als Bemühenszusagen. Das Abgeordnetenhaus muss sie in den Haushaltsberatungen im Herbst noch genehmigen. Und dafür wird sich bei einer rot-rot-grünen Regierung keine Mehrheit finden.
Die Kulturpolitiker der Grünen und der Linkspartei halten Castorfs Rauswurf und Dercons Berufung nicht zu Unrecht für einen der größeren Fehler Tim Renners. Chris Dercon hat ein Problem. Und einen guten Grund, von seiner Intendanz zurückzutreten, noch bevor sie begonnen hat.

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