Dokumentartheater

„Satellites“ im Ballhaus Ost

Lautlos im Weltall: Das posttheater unternimmt in „Satellites“ eine Raumfahrt und untersucht, wieviel Ideologie nach MIR und ISS noch im Weltraum steckt

Hiroko Tanahashi

Vor 45 Jahren gab es mit der Apollo-17-­Mission den letzten bemannten Raumflug zum Mond. Ins All sind Touristen ja inzwischen schon einige Male geflogen worden, nun aber sollen im nächsten Jahr sogar finanzkräftige Raumfahrtfans zum Erdtrabanten fliegen können. Die Medienkünstler vom posttheater jagen schon mal gemeinsam mit dem Bulgarischen SubHuman Theatre in ihrer neues­ten Produktion virtuell eine Raumstation ins All und überprüfen, wie politisch die Raumfahrt ­heute noch ist. Schließlich war die Eroberung des Alls im Kalten Krieg auch ein ideologisches Kräftemessen der Weltmächte USA und ­Sowjetunion. Nach jahrelangem künstlichen Koma erwachen 2017 auf dieser geheimen Raumstation eine Kosmonautin und ein ­Astronaut und müssen 30 Jahre Weltgeschichte nachholen. Dokumentartheater trifft Science Fiction.

Ballhaus Ost Do 23. – So 26.3., 20 Uhr, Eintritt 15, erm. 10 €

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