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Schauspielhannover mit „Lulu“ an der Volksbühne

Lulu vom schauspielhannoverDer junge Regisseur David Marton macht ernst mit dem Gesamtkunstwerk Oper: Er verbindet Oper mit Theater, er spielt mit den unterschiedlichsten Genres und Spielweisen und montiert klassische Musik mit Pop und komplexen Soundcollagen. Mit anderen Worten, Marton macht mit den Opern, die er inszeniert, was Theaterleute schon lange mit ihren Klassikern machen: Er nimmt sie auseinander und setzt sie neu zusammen, er lotet ihre Vielschichtigkeiten aus und benutzt sie als Spielmaterial für eigene Neuschöpfungen, und ne­benbei definiert er die Spielregeln des Genres mit jeder Inszenierung neu.

Am Schauspielhannover hat Marton Alban Bergs Oper „Lulu“ nach Frank Wedekinds „Monstretragödie“ inszeniert, eine der wichtigsten und radikalsten Opern der frühen Moderne. Mit dabei ist der große Sir Heny, der früher, als die Volksbühne noch ein ernst zu nehmendes Theater war seinen zwischen gekonnter Schmierigkeit und atonalen Härten elegant mäandernden Soundteppiche und Musiksplitter unter Castorfs Inszenierungen legte. Jetzt kommt Martons „Lulu“ als Gastspiel an die Volksbühne, einer der selten gewordenen Anlässe, mal wieder dort vorbeizuschauen.

Text: Peter Laudenbach
Fotos: David Baltuzer

Lulu
in der Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz, Mitte,
Sa 21.2., 19.30 Uhr, So 22.2., 18 Uhr

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