Theater

„Shakespeare in Trouble“ im Renaissance-Theater

Shakespeare_in_Trouble_Marianne MenkeTheater im Theater, Stücke, in denen das Theater sich selbst bespiegelt, können schwer nerven: Als Selbstironie getarnte Eitelkeit, Künstlergetue, das schon im echten Kantinenleben grauenvoll ist, lauter peinliche Posen. Andererseits hat selbst Shakespeare gerne und virtuos mit Theater-im-Theater-Nummern gespielt, und das ist dann von Hamlet bis Sommernachtstraum einfach ziemlich großartig (wenn nicht gerade eine Nulpe wie Tilman Köhler „Hamlet“ im Maxim Gorki Theater auf sein eigenes, naives Niveau runterzieht).

Jetzt dreht die Bremer Shakespeare Company, für ihre handfesten Shakespeare- Adaptionen im Volkstheaterstil so berühmt wie berüchtigt, das Spiel noch einen Dreh weiter: Ihr Stück Shakespeare in Trouble ist Thea­ter über Theater im Theater, sozusagen Theater hoch drei. An einer Provinzbühne probt man ein Stück über Shakespeares Globe-Theatre. Und natürlich geht alles schief, was schiefgehen kann. Shakespeare wird auch diesen Abend gut aushalten, der Mann ist unzerstörbar.

Was irgendjemand Berühmtes einmal über Shakespeare gesagt hat, stimmt schließlich immer noch und wird noch stimmen, wenn alle Fernsehzombies und Theaterstars, mit denen man sich so Abend für Abend die Zeit totschlägt, längst vermodert sind: „Außer Gott hat Shakespeare das meiste geschaffen.“

Text: Peter Laudenbach

Shakespeare in Trouble Ort und Termine

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