Theater

Sheketak begeistern im TIPI

SheketakSie sind laut und manchmal sehr leise. Sie steppen mit schweren Stiefeln, trommeln auf Töpfen und benutzen ihre Körper als Klangkörper. Die zwölf israelischen Tänzer und Musiker von Sheketak spielen mit Tönen. Sheketak kommt vom Hebräischen sheket und bedeutet Stille. 1997 lernten sich die Tänzer Danny Rachom und Zahi Patish kennen und gründeten die „Stille“-Formation. Beide haben in den USA eine klassische Tanzausbildung durchlaufen und sind Break­dancer. In ihrem Programm „Rhythm in Motion“ kombinieren sie nun erstmals Videoprojektionen mit Tanz, Livemusik und Comedy-Elementen. Angetrieben von den Musikern an Schlagzeug, Bass und Keyboard wirbeln die Künstler über die Bühne, verbinden den unglamourösen Arbeiter-Steptanz а la Tap Dogs mit orientalischem Bauchtanz und Breakdance-Akrobatik.

Rachom und Patish bestimmen das Bühnengeschehen. Sie konkurrieren miteinander, gehen mit Drumsticks aufeinander los und knipsen sich mit Hilfe der interaktiven Videoleinwand aus. Oft lassen sie die übrigen Tänzer nur als Begleitung auf die Bühne. Das ist schade. Denn manches Talent kommt so definitiv zu kurz, zum Beispiel das des israelischen Break­dance-Meisters Dvir Rozenzweig – der nicht nur den Moonwalk perfekt andeutet.

SheketakDas Publikum rocken sie trotzdem. Und so recken im TIPI auch alle die Arme in die Luft und intonieren lautstark „Hey-Ho“, wenn Rachom durch die Stuhlreihen geht. Ein kurzweiliger Abend mit Nachahmungseffekt: Diverse Zuschauer liefen nach dem Programm hüpfend und beatboxend durch den Tiergarten.

Text: Britta Geithe
Fotos: Sheketak

(Sehenswert)

Sheketak, TIPI am Kanzleramt, bis So 26.7., jeweils 20 Uhr

Tickets unter www.tip-berlin.de/tickets

weitere Rezensionen:

LES POSSEDE IN DER HALLE – TANZBÜHNE

ARABBOY IM HEIMATHAFEN NEUKÖLLN

 

THEATER UND BÜHNE IN BERLIN VON A bis Z

Mehr über Cookies erfahren