Theater

„So Lonely“ im Grips Theater

So Lonely

Junge trifft Mädchen wie Angebot auf Nachfrage: Erste Liebe, erster Kummer. Eine weitere  Version ist „So Loneley“ nach einem Jugendbuch von Per Nilsson, für die Bühne adaptiert von Michael Müller, von Franziska Steiof am Grips uraufgeführt. Es war die letzte Premiere unter der Intendanz des legendären Grips-Gründers Volker Ludwig.

Die Bühne (Jan A. Schroeder) ist spartanisch: nackte Bretter und Klebeband. In einer Szene ein grelles Gegenlicht, das die sich ausziehenden Schauspieler vor zu direkten Blicken schützt. Ausziehen ist notwendig, schließlich geht es um Sex und Verliebtheit. Leider wird das zwischendurch auch durch sehr ranzige Rockmusik, (ausgerechnet Pink Floyd, „Wish you were here“) illustriert. Egal, nicht jeder kann Marvin Gaye hören.

Mit Jennifer Breitrück als das erfahrenere Mädchen und Robert Neumann als der kummervoll verliebte Jungen sind zwei tolle junge Schauspieler zu sehen, die selbst notgedrungen peinliche Manifestationen larmoyanter Adoleszenz völlig unpeinlich umspielen. Der beste Satz gehört Jennifer Breitrück: „Stimmt, nett ist die kleine Schwester von Scheiße.“ Sie ist (in der Rolle) überhaupt nicht nett. An sich nicht und zu dem Jungen erst recht nicht.  

Text: Andreas Hahn

tip-Bewertung: Sehenswert

So Lonely Grips Mitte im Podewil, Mi 25. + Do 26.5, 11 Uhr; Sa 25.6., 19.30 Uhr

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