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Theaterinszenierung „Im Tunnel“ bei Berliner Unterwelten

Theater-in-den-UnterweltenBerlin, 24. Mai 1963: In der Kremmener Straße 15 entdeckt die Staatssicherheit im Keller einer alten Bäckerei einen 45 Meter langen Tunnel Richtung Westen. 19 Ost-Berliner werden festgenommen und zu Zuchthausstrafen verurteilt. Unweit dieser Stelle war im Vorjahr 29 Personen durch einen Tunnel in der Bernauer Straße die Flucht in den Westen gelungen, der später als „Tunnel 29“ bekannt wurde.

Welche Risiken Tunnelflüchtlinge eingegangen sind, um in den Westen zu gelangen, zeigt die Theaterinszenierung „Im Tunnel“ von Kai-Uwe Kohlschmidt. Das Stück wird anlässlich des 50. Jahrestages des in der Kremmener Straße durch Verrat entdeckten Tunnels von den  ­Berliner Unterwelten aufgeführt. Es handelt von einer Frau, die mit ihrem Kind durch einen Tunnel fliehen will und dabei neben Streit auch Wasserein­brüche überwinden muss. Die Spielstätte des Theaters in den Unterwelten ist eine ehemalige jüdische Brauerei in der Brunnen­straße – ganz in der Nähe des Areals, in dem ein Großteil der Fluchttunnel gebaut wurden. Hasso Herschel, ­Joachim Neumann, Ulli ­Pfeifer und Achim ­Rudolph waren ­sowohl am Bau von „Tunnel 29“ als auch an dem verratenen Tunnel in der Kremmener ­Straße beteiligt und sind nach der Aufführung am 25. Mai zum Publikums­gespräch eingeladen.     

Text: LMB
Foto: Holger Happel

Im Tunnel
Theater in den Unterwelten, Brunnenstraße 143, Mitte,
Sa 25.5., 19 Uhr,
Tickets unter Tel.: 48 47 90 30, weitere Spieltermine unter www.berliner-unterwelten.de

 

Interview mit Kai-Uwe Kohlschmid zum Audiobuch „Flucht Tunnel“ 

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