Theater

Theaterprojekt Vierte Welt Kollaborationen

Pakistan_does_not_existPakistan ist zum Inbegriff für Instabilität, Terror und Bedrohung geworden. Doch stimmen die Klischees? Eine kleine Reisegruppe aus Berlin, darunter ein fünfjähriger Junge, hat zwei Wochen lang das Land bereist. Was sie sehen, hören, riechen, fühlen, schmecken, wird aus der Wahrnehmung des Jungen erzählt, sein Blick wird zum filmischen Leitmotiv der Video-Installation „Pakistan [does not] exist„. Durch seine kindliche Perspektive entsteht ein ganz anderer Focus auf das asiatische Land. Dem gegenüber steht die Geschichte eines 82-jährigen Anwaltes und Philosophen aus der Millionenstadt Lahore, der aus der Innenansicht als Pakistani erzählt.
In „Pakistan [does not] exist“ wird der Versuch unternommen, diie Ferne zu überwinden und Pakistan als unsere gemeinsame Gegenwart zu erkennen. Zwischen Video und Performance navigiert Johannes Dullin das Publikum mit absurdem Eigensinn durch die Erzählungen und das dokumentarische Material, indem er es kommentiert, wiederholt, weitererzählt, unterbricht und so das Publikum zu einer Reise durch sein ganz eigenes Pakistan einlädt.

„Angst machen-Platz nehmen“ wiederum geht, frei nach Adam Curtis’ preisgekrönter BBC-Reihe „The Power of Nightmares“, den bizarren Konzepten und Strategien von Machtausübung durch Angstpolitik auf den Grund. Erzählt wird die Geschichte eines Krieges, der irgendwann während des kalten Krieges mit lokalen Scharmützeln begonnen hat und der mit 9/11 einen symbolischen Höhepunkt erreichte. Von da an werden alle Spielregeln geändert. Die filmische Vorlage wird performativ übersetzt und weitergetrieben. Eine Schauspielerin und ein Live-Zeichner spielen und zeichnen die historische Dimensionen und die Konsequenzen der politischen Instrumentalisierung von Angst nach. Doch der Mensch kann sich befreien, was der Abend zu vermitteln versucht.

Foto: Schokofeh Kamiz


Termine: Pakistan [does not] exist

Von Dirk Cieslak, Annett Hardegen und Ayat Najafi. Mit Johannes Dullin
Premiere:  Di. 11.9., 20 Uhr
in Vierte Welt

Termine: Angst machen – Platz nehmen
Frei nach Adam Curtis, „The Power of Nightmares“, D: Judith von der Werff und Daniel Freymüller
Premiere: Do. 20.9., 20 Uhr
Vierte Welt  Kottbusser Tor/Neues Zentrum Kreuzberg, Galerie 1. OG; Zugang über die Außentreppe Adalbertstr. 96, Kreuzberg
www.viertewelt.de
Reservierungen: [email protected], Tel: 01578 8440941

 

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