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Theatertreffen der Jugend im Haus der Berliner Festspiele

Theatertreffen_der_Jugend_90_60_90_rollenscheiss_c_MesutAydinBeim Festival-Start mit „Parzival“ geht’s noch witzig um den Ausbruch aus dem Behütetsein in der Familie. Danach wird’s politischer: „Freiheit und Demokratie, du Wichser!“ etwa ist eine auf Provokation gebürstete Collage, die Plot-Fäden von „Germany’s Next Topmodel“ bis Terrorismus zusammenlaufen lässt. „Als wär’s ein Stück von mir“ untersucht, wie unmöglich es für junge Zentraleuropäer ist, Krieg nachzuempfinden, auch wenn sie auf Soldatengräbern wandern im 1914-Gedenkjahr.

Zwei Berliner Gruppen sind auch mit von der Partie: Das JugendtheaterBüro arbeitet bei „90/60/90: Rollenscheiß!“ als Kollektiv das Thema Emanzipation der vierten Generation türkischer Migranten heraus. Und das Theater an der Parkaue steigt gleich mit drei Generationen auf die Bühne: Auch Eltern und Großeltern kommen hier zu Wort – zu tausend Unmöglichkeiten, Abschied zu nehmen.

Aus 123 Einreichungen hat die TTJ-Jury acht Produktionen ausgewählt. Selbst die Schulgruppen darunter arbeiten oft mit Staatstheater-Schauspielern zusammen. „Punk Rock“ vom Jugendclub der Münchener Kammerspiele ergründet mit Live-Video einen Amoklauf. Beim jüngsten Theaterfestival Deutschlands können Sie die Zukunft des Theaters sehen.

Text: Stefan Hochgesand

Foto: Mesut Aydin

Theatertreffen der Jugend Haus der Berliner Festspiele, ­Schaperstraße 24, Wilmersdorf, 30.5.–7.6., Karten-Tel. 25 48 91 00

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