Theater

Verdis „Falstaff“ an der Deutschen Oper

HansJoergMichelIn dem Altenheim also, das der zu Geld gelangte Komponist in Mailand stiftete. Dieselbe Inszenierungsidee setzte kürzlich Daniele Michieletto in Salzburg um. In Berlin basiert Kresniks „Villa Verdi“ auf demselben Witz. Mit Krückstock, Grauhaar und Umschnall-Wampe schnurrt die Geschichte vom verspotteten Fettwanst indes ab wie sonst. Wirkt nur läppischer. Ein Stipendiat namens Noel Bouley ist von der Titelrolle hoffnungslos überfordert. Aus dem zweitklassigen Ensemble ragen nur Elena Tsallagova (Nannetta) und Joel Prieto (Fenton) heraus. Donald Runnicles dirigiert ungenau mit breitem Pinsel. – Klappriger als das Seniorenheim erlaubt.

Text: Kai Luehrs-Kaiser

Foto: Hans Joerg Michel

tip-Bewertung: Uninteressant

Falstaff Deutsche Oper Fr 22.11., Fr 29.11., Do 5.12., Sa 7.12., Mo 30.12., Sa 4.1., jeweils 19.30 Uhr, Karten-Tel. 34 38 43 43.

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