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„Weltoffenes Land“ von Peter Laudenbach

Peter Laudenbach

Dass man auf den Bühnen Durchgedrehte und Verwirrte sieht, ist normal – dafür geht man ja ins Theater. Lästig wird es, wenn die Verwirrten und Ressentiment­vergifteten in der Wirklichkeit überhand­nehmen. Das Deutsche Theater unterstützt deshalb einen Aufruf mehrerer Theater („Für ein weltoffenes Land“). Darin heißt es: „Mit großer Sorge blicken wir auf die Demonstrationen, die seit einigen Wochen regelmäßig in Deutschland stattfinden. Tausende Menschen protestieren dort gegen die ,Islamisierung des Abendlandes‘, warnen vor ,Überfremdung‘ und ,Wirtschaftsflüchtlingen‘. Die Demonstranten entwerfen ein Bedrohungs­szenario, das mit der deutschen Realität nicht das Geringste zu tun hat. Wir halten die Ansichten, die auf diesen Demonstrationen zum Ausdruck kommen, für falsch. Sie leisten menschen­verachtenden Ideologien Vorschub. Vor allem richten sie sich gegen die Schwächsten und Hilfsbedürftigsten. Wir wünschen uns eine weltoffene Gesellschaft, die nicht die Augen verschließt vor dem Elend und der Not von Asylsuchenden.“
Das sind Selbstverständlich­keiten. Natürlich geht das die Theater etwas an. Im Theater kann man lernen, die Welt aus sehr verschiedenen Perspek­tiven zu sehen – und genau das wollen die deutsch­nationalen Dumpfbacken, die jeden Montag ihre Menschenverachtung demonstrieren, nicht.

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