Theater

„zeit zu lieben zeit zu sterben“

ZeitZuLiebenDer Titel klingt wie ein nicht mehr ganz taufrisches Melodram – und genauso ist Fritz Katers Dreiteiler „zeit zu lieben zeit zu sterben“ (2002) nun im Maxim Gorki Theater zu sehen: mit viel Dampf und Gegenlicht und Gebrüll, aber eben auch mit unerträglich viel Sentimentalität und Kitsch.
Sind diese DDR-Jugenderinnerungen vom Text her ohnedies schon sehr gefühlsduselig, weiß der Regisseur Antъ Romero Nunes damit nichts anderes anzufangen, als sie weiter in die infantile Selbstgenügsamkeit zu steigern. Deshalb sieht das eher junge Ensemble in dieser Inszenierung beim Tanzen, Flirten und bei der Pantomime von Anfang an ziemlich alt aus. Mal fällt Goldregen herab, mal wird das Publikum wie in einem Bierzelt mit einem Ton-Steine-Scherben-Hit zum Mitklatschen animiert. „Das Leben ist hart“, heißt es hier immer wieder – tja, und erst die Kunst.     

Text: Irene Bazinger
Foto: BettinaStoess
tip-Bewertung:
Uninteressant

zeit zu lieben zeit zu sterben
Maxim Gorki Theater,
Termine u.a. Mi 4., Do 12.4., 19.30 Uhr,
Karten-Tel. 20 22 11 15

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