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„Zero Time“ mit dem Solistenensemble Kaleidoskop

KaleidoskopWie Musik verschiedener Epochen und Performance gleichberechtigt nebeneinander wahrgenommen werden kann untersucht das Solistenensemble Kaleidoskop im neuen Stück „Zero Time“, das am 6. Oktober Premiere hat. Die Verbindung zwischen Klang, Raum und Aktion steht im Zentrum des Konzepts. Als Ausgangspunkt dient „Untitled #13 (Zero Time)“, die neue Komposition von Christian Kesten für das Solistenensemble Kaleidoskop.

Der Begriff Zero Time bezieht sich auf eine Konzeption von Christian Wolff und bedeutet nicht-gemessene Zeit, ein Zustand, in dem Zeit aufgehoben ist. Auf dieser Grundlage werden die Möglichkeiten des Orchesters im leeren Raum ausprobiert: Gehen, Stehen, Sitzen auf gleicher Ebene mit dem Einsatz der Instrumente. Eingebettet in instrumentale Klangfelder und Handlungen sind kurze Streichquartette von Christian Wolff, Morton Feldman, Anton Webern und Ludwig van Beethoven, die als autonome Klanginseln auftauchen.John Cage erscheint in diesem Stück als „Stille“, womit an sein Verständnis von Stille als einem Netz aus sich gegenseitig durchdringenden Klängen und Aktionen angeknüpft wird. Daneben durchziehen Fluxus-Events von George Brecht, Robert Filliou, Dick Higgins, Bengt af Klintberg, Alison Knowles, Arthur Koepcke, Nam June Paik, Ben Patterson, Mieko Shiomi, Emmett Williams u.a. die Inszenierung: Aktionen – schlicht oder spektakulär – die den Konzertrahmen poetisieren oder Alltag auf die Bühne bringen.

Regie führte Christian Kesten, der an der Universität der Künste Berlin (experimentelle) Musik  studiert hat. Seit 1987 ist er Mitglied der „Maulwerker“, mit denen er Uraufführungen der wichtigsten musiktheatralen Werke Dirk Schnebels auf die Bühne brachte.

Foto: Adam Berry

Zero Time – Solistenensemble Kaleidoskop
am Sa 6.10., 20 Uhr Premiere; So 7. 10., 16 Uhr und 20 Uhr

im Radialsystem

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