• Kultur
  • Theater
  • Zum 50. Jubiläum feiert sich das Theatertreffen selbst

Theater

Zum 50. Jubiläum feiert sich das Theatertreffen selbst

Das Theatertreffen ist immer noch die größte Party, der lustigste Branchentreff, die wichtigste Karrierebörse, die ausstrahlungsstärkste Leistungsschau des deutschsprachigen Theaters. Zu seinen schönsten Ritualen gehört seit jeher die Häme über die wieder mal komplett ahnungslose, desorientierte, entweder trendgläubige oder die Trends verschlafende, hoffnungslos konservative oder zwanghaft möchtegernhippe Kritikerjury, die Jahr für Jahr den undankbaren Job hat, aus Hunderten Inszenierungen die zehn bemerkenswertesten auszuwählen, was immer dieses schön unscharfe „bemerkenswert“ auch bedeuten soll. Zum Jubiläum gönnt sich das Theatertreffen ein kleines Fest, mit dem Bus führt eine Zeitreise in die Vergangenheit, sozusagen eine Butterfahrt durch die Theatergeschichte. Jürgen Kuttner wird mit einem seiner verwirrend durch die Assoziationen mäandernden Videoschnipselvorträge unter der neckischen Überschrift „Vom Theater getroffen“ vielleicht nicht unbedingt für Klarheit, aber zumindest für gute Laune im Dienst der Aufklärung und theaterhistorischen Tiefenbohrung sorgen.

Für den gediegenen, so perspektivreichen wie unvermeidlich immer wieder subjektiven Durch- und Rückblick auf die letzten 50 Jahre sorgt ein dickes Jubiläumsbuch – inklusive der an viele Theatertreffen-Dauergäste gestellten Frage: Wann haben Sie zum letzten Mal im Theater geweint?

Text: Peter Laudenbach

Busfahrt durch 50 Jahre Theatertreffen
u.a. Mi 15.5., 18.30 Uhr, Sa 18.5., 17 Uhr, So 19.5., 17 Uhr, ab Haus der Berliner Festspiele
www.berlinerfestspiele.de/

Fünfzig Theatertreffen, 1964–2013
Verlag Theater der Zeit, 272 Seiten, 25 Euro

 

Mehr Theatertreffen:

„Orpheus steigt herab“ der Münchner Kammerspiele

„Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ (Schauspielhaus Zürich)

 Interview mit der Leiterin des Theatertreffens, Yvonne Büdenhölzer

„Disabled Theatre“ von Jйrфme Bel beim Theatertreffen

TT 2013: Michael Thalheimers „Medea“ mit Constanze Becker

TT 2013: MurmelMurmelMurmel an der Volksbühne

TT 2013: „Jeder stirbt für sich allein“ in Regie von Luk Perceval

Startseite Theater und Bühne

 

 

Mehr über Cookies erfahren